Donnerstag, 2. Juni 2016

Leute von heute

Leute (von) heute
Weil es mir gerade so deutlich wird, dieser Tage


„Leute, Leute“ sagte immer ein Kollege, wenn ihm was sonderbar auffiel und nahezu unfaßbar erschien – Alltag im Büro. Warum schreibe ich das jetzt ….weiß ich auch nicht. Noch nicht.
Mir fällt schon seit längerer Zeit auf, daß es im allgemeinen Umgang immer mehr heutzutage bei Geburtstag, Hochzeit, Beförderung, irgendwas in der Art generös „Gratulation“ heißt – hören Sie mal hin …kernig so dahin gebellt, nicht mehr „dazu darf ich Dir nun aber herzlich gratulieren“ oder sonst sowas in der Art, in Satzform gar. Nein, Gott bewahre.
Die letzte Zeit habe ich öfters „Beileid“ gehört, mitunter linkisch so dahin gewispert, wenn überhaupt! – tatsächlich, das geht heute auch, also das Gegenteil zum Gratulieren. Natürlich auch nicht herzlich – wer wollte soviel Zeit verschwenden – und überhaupt: „herzlich“ – ich bitte sie, kaum auszudenken, heutzutage. Und letztlich verstehe ich es sogar: Das hat irgendwie etwas Heuchlerisches, Unglaubwürdiges, nein, eine Ausschmückung, für die jede Grundlage fehlt. Aber ich fürchte, mit Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und so hat das rein gar nichts zu tun, denn mal Hand aufs Herz: Wenn uns unter einem Brief „mit freundlichen Grüßen“ absolut nicht in den Kram paßt, zumal an eine Behörde, einen Anwalt – irgend so ein Scheiß – nein, dann gehen wir zum steifen „Hochachtungsvoll“ über – aber mal ganz aufrichtig – schon gerade da HOCHACHTUNG, also, ich habe da so meine Zweifel.
Die Beihilfenstelle, der ich bei „vereinfachter Vorlage“ die letzten Rechnungen von Ärzten und die Rezepte vorgelegt habe, antwortete auf meine Anmerkung, nun bei mir Änderung des Personenstandes von „verheiratet“ auf „verwitwet“ Kenntnis zu nehmen – Achung, wortwörtlich:
Allgemeine Hinweise zum Antrag (also der vereinfachte, lediglich einseitige):
Bei Änderungen (hier: verwitwet) verwenden Sie nie den „vereinfachten“ Vordruck, sondern stets den vierseitigen Beihilfeantrag und darin beantworten Sie die Fragen 1 bis 7 vollständig.
Zitatende – übrigens mit Punkt, nicht mit Ausrufezeichen: Immerhin!!!
Also eines ist wohl klar: Jetzt werde ich das jedesmal beachten, wenn ich wieder eine Frau verliere – sonnenklar.
Darunter folgt übrigens die Zugriffsquelle für Vordrucke im Internet – liegt ja auch auf der Hand und paßt zu dem Wortstil, den Vordruck senden sie nicht mit – das wäre wohl doch zuviel verlangt, nicht wahr?
Schöne neue Welt – ganz „toll“ – LEUTE, LEUTE ….

Samstag, 30. April 2016

Das Leben geht weiter ....

Das Leben geht weiter
individuell, immer, irgendwie


Meine Ehefrau Brigitte ist nun seit vier Wochen tot. Zur abschließenden Todesursache stehen für die Staatsanwaltschaft noch weitere spezielle Gutachten aus – nach Freigabe ihres Leichnams konnten wir sie am jedoch am 13. April beisetzen. Es war eine außergewöhnlich würdige Beerdigung, zu der das Bestattungsunternehmen Henn aus Neustadt und Seelsorger Bernhard Zöllner großartige Arbeit geleistet haben. Ich danke EUCH von Herzen liebes Ehepaar Henn, lieber Bernhard Zöllner.
Sabine kam kurzfristig – mit Chica, der kleinen Hündin. Wir hatten eine gute Woche, fanden Halt und Kraft. Sabine ist wieder zurück auf ihrer kleinen Insel, Chica in ihrer Sonne (was hattet Ihr für schöne Westerwald-Tage!) – es wurde wenig gefroren, es war schön und traurig zugleich. Nach vielen schlimmen dann doch ein paar gute Tage.
Bei der Bestattungsfeierlichkeit, im Vorfeld dazu und beim abschließenden Zusammensitzen, ist es zu familiären Annäherungen gekommen, die längst überfällig waren; Mißverständnisse konnten endlich ausgeräumt werden. Es war perfekt.
Brigitte ist nun an ihrem Ziel, ich wünsche, es ist so, wie sie es sich zeit ihres Lebens ersehnt hat.
Der Alltag hat mich wieder. Es steht sehr viel zu tun an – ich teile mich ein. Es wird noch viele formelle Probleme zu lösen geben (in unserer Lebenssituation übersteigen sie das Abwickeln eines normalen Trauerfalles), aber auch das wird irgendwann hinter mir liegen. Ich war ja vierzig Jahre aktiver Beamter, dann werde ich das schon gemeistert bekommen.
Ich brauche die Struktur im Leben. Ohne Pläne geht es bei mir nicht – aber ich halte ja nicht beinhart daran fest: Neue Lage, neuer Entschluß, wie es so schön heißt. So kann ich gut mit dem Leben umgehen. Im Ruhestand Herr der eigenen Zeit zu sein ist unbezahlbar. Was für eine Gnade (kein Geschenk, lange genug hatte ich ja darauf mein Leben eingestellt: Arbeit/Lohn/Zeit). Ich hoffe, meine Gesundheit läßt es zu, meine offenen und ausstehenden Projekte noch zu dem Abschluß zu führen, der mir vorschwebt.
Seit schon geraumer Zeit mache ich jede Nacht eine Schlafpause: ab 22 h bin ich nach wie vor nicht mehr ansprechbar, völlig erschöpft – stehe aber im Bereich 2 h auf und koche Kaffee, lese, mache Hausarbeit und notiere ohne Ende. Gegen 4 h schlafe ich dann wieder fest – bis in den Bereich von 6 h – und so um 7 h stehe ich derzeit auf und gehe meinen Tagesplan an. So läuft das momentan hervorragend, auch wenn es für manche befremdlich klingt.
Und da die eingangs beschriebene Situation für Außenstehende unmittelbar so nicht verständlich erscheint*, hier die Eckpfeiler für meine weitere Arbeit:
  • Noch in diesem Jahr Abschlußarbeiten zu dem Roman Ich schau nicht weg (3. Teil)
  • 2017 Überarbeitung der Teile 1 bis 3 von Unser schwarzgrauweißer Regenbogen (die Teile 4 und 5 sind in den Folgejahren zu schreiben)
  • Parallel dazu hoffe ich, wieder weiterhin Stücke für die hp ausgewählt veröffentlichen zu können, dann und wann Kolumnen und Satiren für den blog nebenher zu verfassen.
Wir werden sehen, wie es läuft – denn ein Plan ist ja nur ein Vorhaben, dem durchaus der Weg anderweitig gekreuzt werden kann. Und das weiß keiner, wann und wodurch und ob überhaupt. Spannung ist Teil des Lebens, wie gut, daß es nur so wenig Gewißheit gibt.
Leben heißt kämpfen stand auf dem Kalenderblatt an meinem Geburtstag, das mein Vater ins Fotoalbum geklebt hatte. Noch selten hat etwas so genau in meinem Leben gestimmt.


*Von einem Tag auf den anderen erkrankte Brigitte 1980 an einer endogenen Psychose, manifestiert durch einen völlig weltfremden Religionswahn (nachdem sie ihre geliebte Arbeit verlor und dann auch noch das Kind in der 13. Woche); 1993 war ich am Ende meiner Kraft und mußte sie dem Langzeitbereich der Psychiatrie überlassen; Sabine rettete mit Hilfe ihrer Tierwelt mein mir aussichtslos erscheinendes Leben; seit 2007 ist sie auf eine kleine Kanareninsel ausgewandert und darf ihren Lebenstraum leben – ich lebe als Autor hier im Westerwald in meinem alten Haus, bin dann und wann auf der Insel und hoffe, meinen lebenslänglichen „Defekten“ weiterhin gewachsen zu sein.

Dienstag, 15. März 2016

Aussprache als Ansichtssache und Gewohnheit

Aussprache als Ansichtssache und 
Gewohnheit
(was ich so mitunter zu hören bekomme)


Ich erinnere mich, daß mein Vater einen Schulfreund hatte, BARON mit Namen. Der fand das als späterer Polier persönlich vorzüglich und dehnte das O auch immer schön bei seiner Namensnennung, um irgendwie geadelt daherzukommen. Habe ich selber erlebt. Daher waren beizeiten mein Vater und das schlitzohrige Umfeld hingegangen und nannten ihn „Baaaronn“ – so ist das Leben.
Im Büro hatten wir einen KUNZ, aber so nannte er sich selber nicht, wohl um nicht Hinz & Kunz anheimzufallen, er selber nannte sich „Kuuuhns“ – mysteriös, denn Kuhn und Kuhns gibt es auch ansonsten. Logisch, er wurde von allen falsch geschrieben, „ach so – Kunz meinen Sie!“
Unser Klassenlehrer sagte immer „Superrrlativ“ – also nahmen wir uns heraus, ihn dann und wann zu foppen und sprachen von „Superlaaativ“ oder „Superlatiiiiv“. Der Simpel verbesserte uns dann immer, und wir beömmelten uns. Die Schweizer betonen nahezu alles falsch ( finden wir). „Magsimaaal, oddrrr?“
Anders mit den Mundarten. Hier im Rheinland heißt es „Betttong“ statt Beton – sehen Sie, Sie wissen das! Schön französisch artikulieren, das graue, nichtbrennende Zeugs.
Ob es in Deutschland schon immer Maik gab – nicht erst als Eindeutschung von MIKE, der ja hierzulande „Mieke“ heißen müßte?
Ich weiß nur, daß es bei STEFFEN in den englischen Versionen Probleme macht, denn „Stiiiewen“ wird ja eigentlich STEVEN geschrieben, oft ist nun auch STEPHEN gemeint, was ich dem deutschen Steffen wieder gleichsprechen möchte. Seltsam.
Kurios ist aber, daß das fremdländisch Klingende oft bevorzugt wird. So erinnere ich mich an ein Interview mit dem südafrikanisch/englischen Popmusiker MANFRED MANN, den alle „Määnfred MÄNN“ zu nennen pflegen. Er persönlich bevorzuge, weil es ja ein deutscher Name sei, auch die deutsche Aussprache – es klinge für ihn besser! Hört hört. Zumal sein eigentlicher Name Lubowitz ist.
Wie sieht es mit dem Song C.C.RIDER aus, im Englischen gar oft als „See see Rider“ wiedergegeben? Ach, ich wollte ja akustisch bleiben (englisch C ist Ssii) – aber Z ist „Set“ – nur nennt sich die bärtige Gruppe ZZ TOP nicht „SetSet Top“ sondern „SsiiSsii Top“. Verwirrend.
Kehren wir lieber schnell in unser Land zurück, das verwirrt genug, schon gerade heute. Da sagte vor einiger Zeit einer, und ich traute meinen Ohren nicht, das sei ja für ihn alles irgendwie „kränk“ – und er meinte nicht den Actionhelden CRANK Jason Statham, mitnichten, er meinte schlicht und ergreifend krank, also ungesund. Dolles Ding. Und irgendwie krank allemal.
Ich schließe mit meinem Vater, der zeitlebens „Gürke“ sagte, und er meinte das grüne vegane Ding. Schlesier – auch wenn er sonst überhaupt nicht seinen Heimat-Dialekt sprach. Meine Mutter und ich schafften es nicht, ihm das auszutreiben. Wir hofften inständig, niemand Außenstehendes bekäme es in unserem Beisein zu Gehör.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Gedankensplitter 3

Gedankensplitter 3
Januar 2016 – „Denkwürdiges“

I.        Kindergarten / Schule
Fährt „man“ zu schnell vorbei – ein Raser! Zu langsam: ein Spanner - wohl auf Opfersuche! - MAN hat heute die Arschkarte, bei den GUTMENSCHEN.

II.        Das also ist das „Un“Wort des Jahres: Gutmenschen. Ist ja interessant. Ich finde, es gibt keine Unwörter, wie es andererseits auch kein Unkraut gibt. Für mich gibt es nur passende und unpassende Wörter.
Früher wehrte ich mich auch gegen diesen Begriff, bis ich ihn begreifen lernte (ich war so dusselig und meinte, darin eine Verunglimpfung zu erkennen). Seit längerer Zeit weiß ich schon, ein großartiges Wort, Gutmenschen. Es umreißt wundervoll das Blauäugige, die Einfältigkeit, das Nervige der „political correctness“. Das Ganze ist dem vorauseilenden Gehorsam ähnlich, das peinlich Bemühte springt einen an – das Wort bringt also auf den Punkt, was ansonsten viel Umschreiben erfordert: was will man mehr von einem Wort?
Meine rosarote Brille der Beschränktheit ist entfernt – ade, Sozialromantik. (Erst neulich erfahren: „taubstumm“ ist auch nicht mehr korrekt – ist das noch zu fassen?)

III.     Wo ich mich gerade einem praktischen Bereich nähere, aktuell die Frage nach der Abschiebung von straffälligen Zuwanderern aller Herren Länder. Könnte es nicht einfach sein: einmalige Straftat (Diebstahl, sexuelle Belästigung, Körperverletzung o.ä.) – Verwarnung, Kurzarrest, Aufzeigen der fälligen Abschiebung im Wiederholungsfall. Steigerung beim 2. Vorfall: die angekündigte Abschiebung – in ein Land der freien Wahl (wir wollen ja nicht unmenschlich sein, vermutlich sind eh diverse Pässe für ein und dieselbe Person vorhanden). Natürlich entkommt der Strolch in unserem gediegenen Wohlfahrtsstaat – und dann beim 3. Vorfall: eine  sofortige Blitz-Abschiebung (möglichst ohne langes Fackeln), aber dorthin, wo es weh tut. Geduld hat Grenzen, es gibt einige aus dem dusseligen, belachten Bereich der Justiz entwachsene Richter, die das seit Jahr und Tag aufzeigen. Aber Gutmenschen blockieren – Schluß damit!
Man nenne mich nun eiskalt, sehe mich gnadenlos, empfinde bei mir Empathielosigkeit (nur zu!) – wer die rettende, schützende Hand des Rechtsstaates besudelt, hat die Annehmlichkeiten unserer Gesellschaftsordnung verwirkt – endgültig. Ist doch gar nicht so schwer, will man letztlich ernstgenommen werden… und nur solch eine Handlungsweise verstehen diese Halunken. (Wenn dem in Ungnade geratenen Früchtchen Gewalt in seinem Heimatland droht – ich rufe ein internationales „SO WHAT“ hinterher – und spontan denke ich an den zum Sprichwort mutierten kippenden Sack Reis am Hauptbahnhof in Peking – so berührt es mich.) In diesem Sektor drohe ich, einer Art Rassismus anheimzufallen? Nur gut, daß jetzt endlich bei Bluttaten wieder Roß und Reiter genannt werden! Jede(r) sollte bei Greueltaten nur mal genau hinhören, dann erschließt es sich einem augenöffnend von selber, unweigerlich (mein anfänglicher Verdacht ist schon länger zur klaren Erkenntnis gereift, „manipulierende“ Statistiken konnten mich nie darüber hinwegtäuschen).

Multikulti muß ich leider mehr und mehr zu einer traumseligen Illusion erklären. Im Grunde, so herzig kleine Feste auch anrühren, jagen wir da nur hoffnungsfroh Traumschlössern hinterher. Aber bitte, manchmal klappt ja was – kurzzeitig. Man kann nicht gleichmachen, was nicht gleich ist.

IV.       Bürgerwehren – ich weiß es nur zu gut: Die Polizei empört sich nur äußerlich, im Grunde genommen versteht sie die Bürger nur zu gut – denn eine Polizei, die von diesem unseligen Lumpenpack verarscht und von der beschränkten Justiz nochmals für blöd verkauft wird, was soll sie machen? Es gibt zu Recht besorgte Bürger – auch wenn diese mündigen Wähler nur zu gerne als das abtrünnige Stimmvieh bezichtigt werden. Es muß sich was ändern – und ich fürchte, das wird es auch (und je später, desto heftiger!) – es liegt an uns allen, dies alles in einer brisanten Zeit wie dieser Tage aufmerksam zu verfolgen.

V.           So, nun bin ich also bei meinen speziellen Lieblingen, den Politikern. Es gibt unbestreitbar im gefährlichen Bereich der AfD unsägliche Zeitgenossen (und vor allem -INNEN). Aber trifft das etwa auf die CSU nicht zu? Ganz zu schweigen von den Flitzpiepen der F…DP (richtig so? Die gab es doch mal… egal). Schauen wir uns doch mal den Gabriel an (nein, nicht die Ekelausgabe aus dem australischen „Dschungel“ – ich meine den mürrischen SPD-Abwracker). Oder diese karrieregeile Walküre aus den Rheinland, die selbstverliebte und profilneurotische Julia K. – grauselig. Na, und erst diese eiskalte Gouvernante, die dem ollen Oskar als Fegefeuer gesandt ist. Meine Fresse. Würden Sie dem Özdemir einen Teppich abkaufen? …na bitte. Horror aus allen Richtungen.

Also laßt mir bloß die Ruhe, Leute (ich hätte besser doch gleich mit positiven Gestalten der Politik in der Jetztzeit beginnen sollen. Sicher, ich wäre ratzfatz fertig gewesen – aber das Nachdenken, auf diese erlesenen Figuren überhaupt erst zu kommen – nein danke, es lohnt einfach nicht). Es muß Subjekte mit diesem vertrackten Polit-Gen geben, das ist dann der Preis (man braucht sie – und diese windigen Kreaturen wissen das auch). Und den zu kassieren, das hat nicht wenig damit zu tun, daß sie „aufopferungsvoll“ den Job machen. Komme mir bloß keiner mit „Berufung“!


VI.       Nun denn, ich will positiv abschließen für heute. Also zu den Tieren, wohin auch sonst. Seit Benno nicht mehr da ist, haben die kleinen Hunde der Umgebung fast ihre Stimmen verloren. Ich liege draußen in der zuverlässigen Sonne, lese, schreibe – die Hähne krähen. Aus verschiedenen Richtungen rufen sie sich zu (immer das Ritual: Aufplustern, flappender Flügelschlag und das durchdringende Krähen). Das geht eine Weile, und irgendeiner hat dann das letzte Wort – und das reicht dann bis zum neuen Einsatz. Die Hennen wissen es zu schätzen – es herrscht natürliche Ordnung. Aber Chico, der Papagei von Sabine, der sonst gerne alles aufnimmt, nachplappert oder nachäfft, dem geht es am Gefieder vorbei. Bei denen macht er nicht mit, niemals. Woran mag das liegen? Und nun raten Sie mal, warum ich Tiere höher schätze.

Montag, 25. Januar 2016

Benno

Benno
R.I.P. 2003-2015



Hundesofa – Benno und sein Mädchen „hängen ab“


Mein bester Freund – nun ist er tot. Natürlich kein Mensch, er war mehr, nämlich eine Seele von einem Hund. Sabine’s Leibwächter – und der Wächter war er wortwörtlich. Benno war der zuverlässige Getreue, ein Beamter wie aus dem Buch der Vorbilder: immer ruhebedürftig, jederzeit für eine Mahlzeit zu haben – aber dafür treu ergeben. Er entsprach ganz der Blödel-Dynastie seiner Vorgänger, obwohl weder verwandt noch verschwägert. Er paßte einfach, von Anfang an. Gegen einen reinrassigen Wolfshund wollte er um die Vorherrschaft aufbegehren, er als der „kleinere“ Mischling (eine Dogge im Spiel) – also mußte er versetzt werden, eine neue Stelle antreten, ein neues Amt bekleiden. Wir holten ihn, und er war auch zugleich daheim – Langscheid, Old Germany (gebürtiger Spanier, als Baby weggeworfen, aufgepäppelt und weitervermittelt – und nach Jahren sollte sich der Kreis schließen).
   Ruhige Jahre auf dem Hof inmitten eines dominanten Katzenclans. Alle mochten ihn, Pferde, die Esel, der Beo – und er mochte alle. Die Auswanderung der Chefin stand an, ein besonders großer Behälter wurde in Fachkreisen für ihn aufgetrieben. Ein neues Zuhause begründet auf der kleinen Kanareninsel, ich wußte, auf ihn war Verlaß. Und kam ich zu Besuch, störte es auch nicht die verschworene Gemeinschaft, außer, wenn die Abreise anstand – unruhig und besorgt beäugte er, welcher Koffer gepackt wurde (schon einmal mußte ihn Sabine, bedingt durch einen Schulterbruch, zurücklassen, das sollte ihm nicht wieder geschehen). Alles gut, nur der Alte haut ab, sagte sein Blick – ohnehin verstand ich es nicht so richtig, mit ihm zu raufen, damit hatte ich bei ihm einen Minuspunkt (einmal, noch in Bendorf, rannte er mich auf einer Wiese über den Haufen – er liebte es, an einem dicht von hinten vorbeizubrettern – ich hatte in die falsche Richtung gezuckt). Jedoch meine Happis, vor allem so außer der Reihe, die machten so einiges wieder gut. Und abends nahm er seine Schlafecke ein, und erlosch das Licht, hörte ich seine latschenden Füße nahen, dann betrat er vom Doppelbett die linke untere Ecke, verschob durch sein Gewicht die Statik, drehte seine berechneten zwei Runden und sank seufzend danieder: am Ziel!
   Besonders amüsant sein Morgenritual – er wollte raus und Futter sollte ihm auch recht sein, nur: der Olle pennte noch (scheinbar) – dann stand er vor mir, miepste wie ein winziger Welpe, traute aber keine Berührung. Wenn ich dann aber nur einen winzigen Ton von mir gab: Attacke! Dann wühlte er schnaufend mit der Nase an mir herum und schob mich aus dem Federbett. Der Tag war eröffnet!
   Essensausgabe: Chica, dezent kostend, langsam und mit Bedacht ihre karge Portion verzehrend; und Benno: kaum die gut gefüllte Schüssel freigegeben, Rübe rein und baggern was das Zeug hält. Und nach dem Gassigang noch mal nachlecken gehen und immer mit der Hoffnung, bei der Kleinen könnte noch was im Napf sein …
   Bei Besuchen, noch in Deutschland, war er die ausgeglichene Ruhe in Person, er stapfte neben einem her, die Leine hing durch. Das alles war schlagartig vorbei, als sein Mädchen kam: Chica, die kleine Podencohündin – sie erwartete, daß er die Führung des „Rudels“ übernahm. Eine neue Zeit oben in La Punta auf La Palma hatte begonnen. Es wurde zur Tortur, mit ihm durch Innenstädte zu gehen, in alle Richtungen mußte er schützen – allein seine fünfzig Kilo dunkle Masse, nett mit weißen Pfoten und Schwanzspitze und Jabot ebenso verziert, verschafften uns einen Abstand zu anderen. Aber kleine Hunde an Leinen, die gerieten außer sich – und er mußte dann zurückdrohen. Mit der Ruhe war es vorbei. Die neue Behausung verteidigte er gegen jedes Geräusch – die gegebene Einzäunung von einem großen Tor abgerundet: dort stand er mannshoch aufgerichtet und sein tiefgrollender Ton hallte weithin.

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, diese Seele von einem Tier geliebt zu haben. Der menschliche Ausspruch mit der hinterlassenen Lücke, auf ihn trifft er allemal zu. Ich wollte zeitlebens für ihn da sein, er war es auch für uns. Kein uneigennützig Ergebener, sondern ein Filou durch und durch – gehorsam, soweit er es einzusehen vermochte. Nicht blind unterwürfig im Kadaver-Gehorsam verfremdet, sondern naturbelassen – und das gerade gefiel uns. Auch er setzte sich schon mal durch zum Befremden Außenstehender. „Wer hier nichts zu sagen hat, ist selber schuld!“ Genau dieser Leitsatz steckt auch in ihm. Das ist hier geradezu Voraussetzung.
  

Ach Benno, du Wolfshund-Dogge-Mix, irgendwo mischst Du nun den Hundehimmel auf. Hoffentlich gibt es genug Futterchen, ohne war es auch kein Leben (quasi unser größter gemeinsamer Nenner, das Essen) – und nach dem Tode, in welcher Umgebung auch immer, würde doch ebenso etwas fehlen, nicht wahr? Vielleicht ist es ja auch nur eine andere Form von Auswanderung und Du bist schon mal vorgegangen, wer weiß. Unser Rudel findet wieder zusammen, das glauben wir jetzt einfach mal.

Sonntag, 10. Januar 2016

2016 alles NEU

Gedankensplitter II

(Warum das neue Jahr genau da anfängt, wo das alte aufgehört hat – tja, man hätte es sich eigentlich denken können)

Notizen aus meiner Jahreswende

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meiner Kolumnen (und Satiren!) ein gutes neues Jahr …also, Moment…äh –ja, 2016
-.-.-
Eine todsichere Methode, den Giftzwerg in mir hervorzulocken:
Wenn ein rund 20-jähriger Wichtigtuer kommt und versucht, mir die Welt zu erklären: Er „schreibe“ (hört-hört!), um anderen den Spiegel vorzuhalten, zum Nachdenken will er anregen und vor allem mit seinem Universalwissen und der ungeheuerlichen Lebenserfahrung Denkanstöße geben…
Da scheiße ich drauf! Da werde ich ratzfatz zum Gernot Haßknecht (dem legitimen Nachfolger des HB-Männchens). Im neuen Jahr will ich versuchen, solchem Ansinnen entspannter und mit mehr Heiterkeit zu begegnen (klappt noch nicht so richtig).
-.-.-
Jeder Mist wird seit Jahr und Tag als Offenbarung beglückt empfangen, Hauptsache es ist neu! Und genau DAS ist nicht neu – das geht schon ganz lange so bei den ach so aufgeschlossenen Zeitgenossen. Und wenn es mit neu nicht so klappt – retro! Niemals werde ich das bedingungslose „Neumachen“ gutheißen. Nichts lassen wie es ist – ändern um jeden Preis: viel zu viele brauchen das offenbar.
-.-.-
Seit 2014 spricht man von 60 (sechzig!) Geschlechtern. Ich stelle mir nun vor, künftig (und die Anfänge sind ja bereits gemacht) nicht mehr die beiden üblichen Männlein/Weiblein-WCs angeboten vorzufinden – weit gefehlt – es muß dann 60 Kabinen geben, logisch. (Jetzt steht mir der Sinn schon eher wieder zum Lachen!)
-.-.-
Je mehr die einen ihre „Stars“ erhöhen, desto „strulliger“ werden andere: „Polarisieren“ allein durch Neid und das Bedürfnis nach Runtermachen der Säulenheiligen der Neuzeit. Die einen erheben, die anderen versenken; es besteht zu keinem Zeitpunkt Einhelligkeit.
-.-.-
In jedem Magazin: die unvermeidliche Heidi Klum mit ihrem Milchbubi-bleichen Grün-SCHNABEL. Und die verbissene deutsche Heidi mit ihrem unangenehmen und anscheinend skrupellos geschäftstüchtigen Vater. Ich weiß schon gar nicht, wer mir mehr Frösteln bereitet.
-.-.-
Illner, Will, Maischberger: ich kann diese selbstwichtigen TV-Laberinnen nicht auseinanderhalten, und das Gute: ich muß das auch gar nicht! Hauptsache, nicht zuviel Raab und andere Jauch(e). Und siehe da: ich bin „erhöret“ worden! Ich sag’s ja, man muß es nur vor der Glotze aussitzen.
-.-.-
Mitleiderregend: Die gealterten aber sich immer noch selbst so „sexy“ empfindenden Sangesschnepfen Andrea Berg und Michelle. Sie sind Inge Meysel näher als Helene Fischer. Nicht falsch verstehen: Ich bin nicht gemein zu Inge Meysel und meine sie nicht in ihren letzten Lebensjahren – ich meine sie jetzt, also… heute! Aber das alles ist noch gar nichts gegen die prollige Carmen Geis, die schreckliche Ochsenknecht, die gräßliche Effenberg und all die „designenden“ Fußballer-Exen: würg-kotz-stöhn. Und es geht noch abstoßender: Cindy aus Marzahn, die unsägliche Mirja Boes. Und dann die ekelerregenden IT-Schlampen und High-Society-Möchtegern-Tussis, geisterbahnwürdig operiert (würden sie vielleicht doch einmal arbeiten müssen, bei Verpoorten kämen sie postwendend und sinnvoll unter: ZUM EIER ABSCHRECKEN) …was ist mit mir los, warum verschwende ich nur meine Zeit mit diesen Pißnelken!? Ach ja, wir nähern uns dem Dschungel, Leute! (Bin ich schon Trash-süchtig? Na klar!)
-.-.-
Und sie lachen völlig zu Recht über uns
Zu „Köln“ halte ich mich im Zaum – soweit es mir möglich ist. Ich war 40 Jahre im Polizeiapparat tätig, war, bin und bleibe Beamter auch im Ruhestand, so muß ich Vorsicht walten lassen. Nur soviel: Eine persönliche Einschätzung der noch teilweise offenen Situation (die Kacke brodelt gewaltig) kann ich nicht abgeben – „Teile meiner Ansicht würden die Leserschaft beunruhigen“ (ich orientiere mich hier an einer allgemein bekannten Politiker-Figur im Ministerrang). Schlagwörter: Empörung, Hilflosigkeit, Resignation, Ohnmacht. Handeln, irgendwie – aber erst mal labern. Oh ja – das geht immer!
   Ich bin ja Rheinland-Pfälzer und wie es in NRW zugeht, das entzieht sich natürlich meiner Kenntnis. Dort, so entnehme ich der Presse, gibt es interne Papiere, was man in Berichten und Meldungen „oben“ nicht so gerne lesen möchte: Politisch gewünschte Ergebnisse werden geschönt, Statistiken mit besonderen Brillen ausgewertet (noch nicht mal auch nur den Ansatz eines vermeintlichen Verdachtes von Rassismus erkennen lassen. Zunächst hieß es, daß nähere Beschreibungen der Täter entbehrlich seien – und huch: nun auf einmal die Kehrtwende: NEIN – man wollte zu keinem Zeitpunkt etwas verschleiern, natürlich nicht! Wenn sich der Wind dreht – gleich heftig in die neue Richtung posaunen!
   Verantwortungsgeschiebe: Pöstchen-Erhalt vor Gemeinwohl. Übrigens, was heißt eigentlich „Verantwortung übernehmen“? Die Vergangenheit zeigt, wie sowas abläuft: Ein Bauernopfer wird ausgeguckt, hat zu erklären: “Ich übernehme die Verantwortung!“ Boah ….und dann wird ein Pöstchen für den nächsten Dödel geräumt – es tritt einer zurück und wird mit Geld zugeschmissen heimgeschickt. Tja, Verantwortung tragen ist ein hartes Los!
   Das allgemeine Erwachen aus einer beschwiemelten Sozialromantik bricht sich Bahn mit energischen Protestnoten: Nun wird aber mal auf den Tisch gehauen, jawoll! So geht das jetzt aber nicht mehr weiter! (Ein für mich besonderes Ereignis: Das „Wessi-Ach-was“…und ein „Ossi-Nu-gucke-doh“ reichen sich in mir versöhnlich die Hand. Wunder geschehen.)
   Natürlich begackeiert sich nun das rechte Spektrum, wer wollte ernsthaft daran zweifeln. Es läuft für sie traumhaft!
   Man höre nur mal genauer in der Asylantenszene hin: „Wir sind von Frau Merkel eingeladen worden, Ihr könnt uns gar nichts! Unsere Rechte hier kennen wir genau – aber Pflichten, was soll das denn sein? Freiheit ist doch das höchste Gut, hier kann jeder alles tun und sagen – DAS IST UNSER GUTES RECHT.“
   Ja, wirklich, es schaut „blendend“ aus für unsere begrüßte Volksaufstockung. WILLKOMMEN. Ja, glauben denn denkende Menschen wirklich, daß sich fremde Kulturen der unsrigen anpassen? Kann denn nach wie vor so einfältig gedacht werden? „Es sind doch nur negative Ausnahmen!“ (Wo ist die Regel, was ist die Ausnahme – sollte da nicht mal genauer hingesehen werden?!)
   Ich stelle mir gerade diese Macho-Früchtchen beim Ausfüllen der Fragebögen zur Erhebung eines Überblickes der Gesinnungsentwicklung vor (das findet erlesen in Jahrestakt tatsächlich statt!)– wenn sie nicht vor Lachen vom Stuhl kippen und wirklich mitmachen – so blöde ist wohl niemand, daß er die Zielrichtung der Befragung nicht erkennt und der eine oder andere ist so wohlwollend und macht den erfolgsbedürftigen Sozialromantikern die Freude und gibt sich als edler Frauenfreund. Herzig. So entsteht die gewünschte Statistik. Zudem ist beabsichtigt zu versuchen, den Umgang mit Frauen in der Unterrichtung junger Männer zu schulen (Beispiel Norwegen, nun auch Belgien).

   Ausblick: Wir werden auf  Dauer an einem sogenannten „Polizeistaat“ nicht vorbeikommen, denn die Freiheit hat ihren ganz hohen Preis! Und nun ist die Zeit gekommen, da zeichnet sich dieser eindeutig und unabwendbar ab. Gutes Gelingen! Wir leben in einer spannenden Zeit.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Helene Fischer ohne Ende

Gnade, Helene – GNAAAde!

(Wird Frau Fischer ihr Versprechen für 2016 halten?)

Ein Jahr voller Helene – gefühlt kaum noch eine Unterhaltungssendung ohne sie (nun auch in Kürze per Krimi im Bild – als Killerin, was sonst – Leiche tut es nicht) –aber sie hat zugesagt, nächstes Jahr: weniger.
   Sie sackt nicht nur an Preisen ein, was der Arm noch zu halten vermag – sie moderiert auch die Sendungen dazu mittlerweile selber. Gibt es noch ein Produkt, für das sie nicht wirbt? Alles raffen, das ist noch nie gut ausgegangen, ich hoffe, sie ist eindringlich gewarnt worden: weniger ist mehr! Wer nervt, kriegt die Quittung – wir sind schließlich in Deutschland.
   Und sie fing so vielversprechend an: goldig und putzmunter, bestechend in der Disziplin, ein Vollprofi durch Fleiß und unkaputtbaren Willen geformt. Nett anzuschauen, manchmal sogar gut anzuhören – und stets viel riskierend.
   Ihr Festtagsgeseire habe ich wohlbedacht ausgelassen: allein die Hochglanz-Reklame, erotisch posierend für Weihnachtsklänge – das hat mich sofort abgestoßen. Eine weitere fromme Helene braucht es nun wirklich nicht.
   Reklamen unsäglicher Gestelztheit, den imaginären Brotkrümel keck beim Genuß eines Butterbrotes aus dem Mundwinkel streichend – Düfte und Haargedöns verschmitzt anpreisend und vieles mehr: es fehlen eigentlich nur Viagra oder besser die Kapseln zur unteren Abdichtung (und sie schützt höchst persönlich die Sexualfunktion, garantiert). Allein mit ihren Reklamen, und man kann ihnen nicht entkommen, könnte ich eine Seite vollätzen, aber halt – ich nehme nur mal die letzte Show ins Visier, die Helene-Fischer-Show 2015 (das Jahr ist wichtig, es gibt natürlich jedes Jahr eine; und andere Shows auch).
   Es ging mit dem Ohrwurm „Phänomen“ los (wie passend) – und beim Refrain „Du … bist ein Phänomen“ – und in der Kunstpause nach DU der auf mich dolchende Finger: das war schon der erste Pluspunkt!
   Es werden nahezu alle Neigungen bedient – jede Zielgruppe eingetopft, alles ist da: schreckliche Musicals, ausgemottete Revivals, Duette mit allen, die sich trauen – oder besser: in dem zuschauerstarken Format unbedingt dabeisein wollen. Am schlimmsten für mich selbstverständlich die Tenöre (gut, der einzelne Bocelli muß den Quark nicht auch noch mit anschauen) – aber Italienisch ist schon ein ganz starkes Minus bei mir, Tenor ohnehin – und dann noch im Rudel: das ist kaum noch an Belastung für die Nerven zu überbieten. Nur ein Trost, sie reden hier nicht zuviel, denn das quäkig-gezogene fingerspitzige „eee-äää-EEE“ – eine Folter für meine Ohren. Eine gewisse Guantanamo-Eignung ist dieser Sprache nach meinem malträtierten Gehör nicht abzusprechen!
   Gedoppelte Gesänge mit Lichtblicken. Wenn auch nicht der ölige Gabalier – der schließt nur den Kreis zur Margarinereklame. Schräge Stimme von Bryan Adams, aber solide Rockkunst; weiter der durch Juryteilnahme sich selber disqualifizierende Garvey überrascht mich mit einer vorzüglichen Cohen-Adaption, schön von Helene, also der schönen Helene, begleitet. Gelungen, Gänsehaut. Und das gestehe ich wahrhaft ungern zu. Lena, wie die meisten zweimal kommend (bei ihr unbedingt notwendig, so dünn wie sie ist, hätte man sie auch einmal kaum wahrgenommen).
   Kinder ohne Ende, einzeln und in Scharen – beruhigend, wenn es nicht zu lange geht, sonst ist die Plage schnell erreicht (Ausnahme-Kinder sollen auch solche bleiben, bitte). Endlos Musical-Tralala, das hasse ich besonders. Und wenn was gut läuft, gibt es zur Strafe auch noch eine Fortsetzung: jetzt zum Phantom der Oper noch eine schräge Panoptikumsvariante (wegen Berufsverbot für den Zwergen-Weitwurf arbeitslose Kleinwüchsige hier derzeit in Lohn & Brot)…warum fühle ich mich da immer angegriffen? Egal: schlimmer das nachäffende Rat-Pack (wobei der Name nun endlich einen Sinn hat) – ich verachte Musiker, die kein eigenes Image zustande bringen und sich mit dem Kopieren eines Stars brüsten – als Comedy stets willkommen, aber im Brustton der ernsten Überzeugung? Igitt (Tribute-Bands – ganz was Gräßliches). Hier wurden nun die toten Crooner belebt, bemüht, geschändet.
   Dann die nicht verebbende Masche Deutsch-Softie-Wimmerer, nun einer mit Nerd-Brille, singt von Kopf und Bauch (und erzeugt bei mir unmittelbar das dazu passende Wehgefühl) – man könnte sich fast die singende transsylvanische Warze wünschen – ein ganzer Kerl dagegen, das kleine rockende Maffaylein. Der ist aber derzeit bemüht, auf Loddar-Matthäus‘ Spuren anderweitig Rekorde zu brechen. Gut, zugestanden: Forster war nicht sooo übel – immerhin wurde uns dadurch eine der vorangegangenen Maschen, Dreimann/Einfrau-Gruppe erspart (quasi „Wir sind Silberjuli“). Ich bin ja schon froh, wenn mir der lästige, vor allem aber zweifellos scheinheilige Naidoo endlich mal erspart bleibt.
   Ach was könnte es in Deutschland so schön sein, gäbe es den heimischen Musikmarkt nicht. Wer hat das gesagt? (Ach so, ich, gerade.)
   Wir holen uns aber zündendes Zeug aus der Nachbarschaft ins Haus, zum Beispiel „Celtic – man sagt nicht ohne Grund Kel-TICK). Jungs und Mädels hoppeln was das Zeug hält (allein der Gedanke auf so einer Tournee: jeden Tag das Gehampel, wochenlang den Klicker-Klacker-Tinnitus nicht loszuwerden). Aber unsere Helene tappelt nahezu tonlos eine Runde mit – ein Geschenk! Wieder ein Pluspunkt.
   Der unvermeidliche Fiedler David G. – und Helenchen spielt in der Luft hinter und über ihm mit dem Feuer. Ob Verbrennungen zur Begründung der Jahrespause eingeplant waren? Man weiß es nicht. Aber 2016 soll öffentlich kürzer getreten werden. Ob sie der Flori klarmachen wird? Mein Gott, zu irgendwas muß der Silberfuzzi doch taugen!
   Aber es gibt stets Schlimmeres in der Unterhaltung: Es gibt Subjekte, dafür stellen sich nicht mal die Buchstaben unseres Alphabets in der Klassifizierung als ausreichend da: die widerwärtigen Protzprollis, die abstoßenden Blondinen, die um Sendeminuten in den Boulevard-Magazinen buhlenden Fußballerfrauen und sonstigen Designerinnen – da ist dann wirklich die Hölle „Zumutung“ erreicht. Nichts nutze sein und rein gar nichts können – und das dauernd selbstverzückt filmen lassen: Das ist letztlich der Dreck in Reinkultur. Warum ich es dann anschaue? Na, um mich aufzuregen!!!

   In diesem Sinne: Auf ein erregendes 2016, liebe Mit-Zuschauer!

Sonntag, 22. November 2015

Doppelgänger

Doppelgänger

(bin ich es – wirklich?)

Schon lange habe ich nichts mehr für meinen Blog getan…
(gut, wenn Sie es denn unbedingt wissen wollen: ich arbeite wieder an einem der Bücher, die Deutschland nicht braucht – aber ich, ICH brauche sie, verflixt).
Das wäre geklärt.
Nun muß ich aber SIE etwas fragen: Haben Sie schon früher den „Tatort“ geschaut, will sagen, den aus dem Saarland seinerzeit – mit Jochen Senf als ermittelnder Kommissar Max Palu (Palü gesprochen – Nähe Frankreich und so)? Nun, es geht darum, man sagt mir eine gewisse Ähnlichkeit nach zu dem Schauspieler Senf – ich unterlasse nun mal nähere Beschreibungen. Gut, Brad Pitt stand zu keinem Zeitpunkt zur Disposition, Vergleiche mit Ronaldo oder diesem Beckham wären eher weit hergeholt, dennoch: unangenehm ist es mir nicht. Und schon gar nicht seit jener Begegnung vor einigen Jahren, ich war noch im Berufsleben und streunte in der Mittagspause durch die City von Koblenz. Ich fuhr im Löhrcenter eine Rolltreppe hinab, ein Mann südländischer Herkunft betrat die aufwärts rollende Gegentreppe. Er sah mich, schaute nochmals, lächelte und hastete sein Laufband gegen die Richtung zurück, um mich in Empfang zu nehmen. Sein Zeigefinger fuchtelte in meine Richtung, er strahlte wie der sprichwörtliche Putzeimer und sagte: „Fernsehen!“ Nur dieses eine glückselige Wort: Fernsehen. Ich ahnte sogleich, wohin der Hase lief, lächelte verschmitzt, nickte mit leicht geschlossenen Augenlidern, tätschelte im Vorbeigehen seine Schulter, legte dann sachte betont gebieterisch meinen Zeigefinger auf die Lippen und gebot ihm somit einvernehmliches Stillschweigen – auch als TV-Größe muß man mal privat sein dürfen. Er verstand, schaute mich verständnisvoll nickend an – und verharrte in seiner euphorisierten Haltung, bis wir uns aus den Augen verloren. Im Nachhinein, der Schalk überkommt mich mitunter zeitversetzt, ist mir eingefallen, ich hätte ja auch einen Zettel aus meinem Ideen-Blöckchen reißen können, „Mostrich“ draufkritzeln und geheim erkannt weitertraben können. Nein, vielleicht besser PALÜ mit besonders auffälligen Pünktchen. Ach egal jetzt – ich stelle mir vor, wie er auch heute noch in weinseligen Runden seines Umfeldes die Anekdote um die Begegnung mit einem deutschen TV-Darsteller zum Besten gibt.
   Es sind also Jahre vergangen, ich habe mich schon längst wieder an ein Leben wie bei einem fast normaler Mensch gewöhnt (zumal das Saarland in der ARD nun anders besetzt wird …diese, diese…Dilettanten vom Sender, die) – es hat sich jedenfalls in den letzten Wochen folgende Geschichte entwickelt: Ich trinke immer, wenn ich als Ruheständler in die Stadt zurückkehre, in einem kleinen Altstadt-Café …einen Kaffee, richtig. Seit geraumer Zeit schiebt der Besitzer seine Servierhilfe lächelnd beiseite, steht sofort verbeugend bei mir und tut, als wisse er nichts von einem Käffchen für mich. Er übernimmt persönlich das Bedienen und wird gar nicht müde, mich mit leuchtenden Augen anzuschauen (Saarland-Krimis sind immer mal wieder in der Wiederholungsschleife der alten Tatorte).
   Ich muß jetzt noch nachträglich „voraus“schicken (bin ich nicht gut!?), daß mir mein „Insel-Management“ auf nötigendes Drängen meinerseits neue Visitenkarten verpaßt hat  - Autor Wolfgang Becher – und die Möglichkeit, mir per E-Mail Lobenshymnen zu meiner Web-Seite und meinem Blog zukommen zu lassen (natürlich keine Telefonnummer, man brauch ja auch mal Abstand). Ich hatte keine mehr (Autor stand, nebenbei bemerkt, auch viel zu unscheinbar im Schatten meines alles überstrahlenden Namens). Gerade in Buchhandlungen gebe ich sie gerne heraus – mitunter sind es freundliche Bücherwürminnen oder graue Buchmäuse, die das Kärtchen im Rahmen einer Unterhaltung mit „Oh, wirklich?“ entgegennehmen – ich eile stets unverzüglich von dannen (ich tue dann so, als könne ich den Rummel um meine Person nicht so vertragen). Aber ich weiß auch, wie hinter meinem Rücken Augen verdreht werden und „Oh Gott“ gemurmelt wird – und gewiß bin ich damit nicht gemeint. Mit Gott, meine ich.
   Zurück ins Café. Wir unterhalten uns immer, sogar noch über das Wetter hinaus, kurzum, ich zücke ein Kärtchen, wenn er mal kostenlos lesen wolle, die Möglichkeit, sich zu äußern, bestehe auch und so weiter … sein Lächeln gerinnt, er ist professionell weiter höflich, staunt mit „Ach-Was?“ und „Muß ich unbedingt mal schauen …und ich dachte, also eigentlich nahm ich an, Sie sind dieser Palli oder so, Tatort, wissen Sie …schon klar, der ist wohl ein wenig größer …“
„NEIN DA HABEN SIE MICH WOHL VERWECHSELT UND ÜBERHAUPT IST DER AUCH NEUN JAHRE ÄLTER“  …ich versuche die Fassung zu wahren.
  Ich bin noch ein paarmal ins Café gegangen, das Mädchen weiß längst von meinem Käffchen-Wunsch – und wenn der Chef da ist, winkt er kurz und hat immer sofort im Hinterstübchen zu tun. Banause.

   Da kommt mir eben die Überlegung, ob Jochen Senf schon mal darauf angesprochen wurde, daß er diesem schrägen Autor ähnlich sehe, gewiß, der Giftzwerg sei wohl wesentlich kleiner und sein Stinkefinger umso größer … aber diese Ähnlichkeit, diese Ähnlichkeit…

Freitag, 23. Oktober 2015

ZETTEL ÜBER ZETTEL

Tagebuch

(Tag für Tag und Nacht für Nacht – eine Zettel-Bewältigung)

Ich springe mal voll auf die Zwölf: Da die Chancen auf eine Veröffentlichung meiner Tagebücher eher im bescheidenen Erwartungsbereich spielen (man ist seit Jahr und Tag mehr daran interessiert, wann sich Thomas Mann unwohl fühlte und sich einen Tee kochen ließ) – hier ergreife ich als Machthaber über das eingemachte Vermächtnis meines literarischen Unwesens die Gelegenheit, dem Trugschluß vorzugreifen – „es wird so schön gewesen sein “.

Schaffenszeit

   Irrwitzig, wie ich zwischen eins und vier in der Nacht Textfragmente „kalbe“; offiziell um sieben Uhr in der Frühe erwachend einige Zettel auf dem Nachttisch vorfinde und zur Besinnung komme: Der Textverbrecher hat wieder zugeschlagen.

Notlösung

Ich würde so gerne manche Zeitgenossen verprügeln. Kann ich nicht. So bleibt mir nur das Zuschlagen mit Worten.

Herz / Kopf

Der geniale Lyrikband von Ulla Hahn heißt „Herz über Kopf“. Und das ist und soll auch in der Literatur so sein. Im richtigen Leben hätte das für mich fatal geendet. Ich habe seinerzeit nur überlebt, als ich lernte, mit dem Verstand letztlich doch das Gefühl zu beherrschen. Sonst wäre ich längst tot (und hätte die beste Zeit meines Lebensdaseins, nämlich „das Jetzt & Hier“, versäumt).

Warum ich Tiere mehr liebe

Weil ich bei ihnen keine Gegenleistung erwarte – sie SIND die Gegenleistung.

Sommergruß

…and have a nice day – by the Baggersee!

Plumpe Vertraulichkeit


Im Duzen billiger.


Samstag, 3. Oktober 2015

Spaß reicht nicht fürs Leben

Laßt uns froh, gar glücklich sein
( aber bitte nicht bloß „Spaß haben“)

4 (vier) Uhr durch, Käffchen, hilft gegen verspanntes Genick (Kopfweh). Geckolino flitzt über den Küchentresen in volle Deckung. Greenboy hockt noch schlafend auf der Stange – mit den Hühnern hat es auch noch Zeit, First Lady und Hundis drehen sich noch mal um. Weltfrieden scheint also möglich, jedenfalls im Kern.

Ende der Zweisamkeit, wieder mal. Fünf Wochen fliegen schnell durchs Land, alles zurück auf Anfang. Pläne sind geschrieben. Das habe ich schon immer so gemacht – das brauche ich. Das Gerüst fürs Leben, mein Leben daheim. Es gibt kleine Tabellen für das laufende Jahr, große Aufstellungen, was bald zu machen ist („To-Do“-Listen, von mir aus), Tagesplanungen für jede Art von Erledigungsziel und auch Einkaufszettel. Verstehen nicht alle, das muß auch nicht so sein, ein Jeder weiß am besten selbst, was für ihn gut ist. Das hat nix mit „Beamter“ zu tun – das ist ein Haltegerüst – für mich ist nichts vorzuhaben gleich Stillstand – und der kann tödlich sein. Also: Planen. Und kommt es anders als gedacht oder was dazwischen oder geht so nicht – umplanen, ganz einfach. Neue Situation, neue Entscheidung („neue Lage, neuer Entschluß“). Aber niemals ohne vorausschauende Gedanken, was wann und wie laufen sollte – was wirklich wird, das zeigt sich dann. Es gibt wohl auch schlimmere Macken. Nun also in Kürze ein neuer monatelanger Alleingang, ich bin mental bereit.
   Ich war schon mal total am Boden, damals: konnte nicht mehr schlafen, nichts essen, der ganze Körper in Unruhe. Reaktive Depression. nichts ging mehr. Und dahin will ich nie und nimmer zurück! Es geht immer weiter – und das will ich für meine Person mitbestimmen. Auch an sich selber denken muß nicht nur Egoismus sein, es ist natürliche Lebenserhaltung. Eigentlich eine Pflicht. Und das mußte ich seiner Zeit erst lernen.
   Es gibt keine Sicherheit im Leben, keine Garantie auf Erfüllung. Also ist das eigene Zutun gefragt – nichts läuft von allein geradeaus ins Wohlergehen. Glück ist ein schicksalhafter oder zufälliger Moment, aber eine frohe Einstellung kann man lernen. „Positives Denken“, meinetwegen, es könnte schlimmer sein, soweit alles klar. Für - also gegen - das „arme Tier“ reicht das auch. Alternativlos soll es nur in der Politik zugehen, hört man allenthalben. Es gibt immer einen Weg, sogar mehrere, man hat die Wahl …nur nicht dahinvegetieren. Will ja auch kein normaler Mensch freiwillig (Wenn du meinst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her – putzig, fürwahr).
   Hinfallen ist keine Schande – aber liegenbleiben!  Ja-ja. Ohren steif halten, Kopf hoch, zusammenreißen – und dann das Phoenix/Asche Ding als vorausschauende Weisheit. Schon klar. Leichter gesagt als getan – Bla-Bla kann jeder. Ist ja gut gemeint, weiß ich doch. “Schau nicht so böse!“ Ach richtig, ich habe vergessen, das Honigkuchenpferdchen zu satteln, schnell grinsen, nein, besser: Lächeln – so isser gut, brav. Für ein lebendes Smiley Modell stehen, prima – Daumen hoch. Ernst dreinschauen nötigt dem Umfeld ein „Was’n los?“ ab. Braucht kein Schwein. Und wenn nicht nachgehakt wird, sondern der Bogen um einen gemacht wird – nein, nicht gut, das ist schließlich noch viel schlimmer.
   Allein zurechtkommen ist ein Segen. Bitter, wer diese Kurve nicht kriegt. Mit 11 oder 12 hatte ich meinen ersten in Erinnerung gebliebenen glücklichen Moment – Ostersamstag, Balkontür auf, Vogelgezwitscher, milde Frühlingsluft – und vor mir für 25 Pfennige ein Ausschneidebogen – ein Lagerschuppen – Schere und Klebstoff, wundervoll.
   Ein oder auch zwei Jahre später sah ich ein Mädchen, strahlend mit wehenden dunklen langen Haaren auf dem Kettenkarussell (weiße Bluse, blauer Rock, weiße Strümpfchen in schwarzen Schuhen). Unerreichbar, ein süßer Schmerz.
   Oder Jahre zuvor die Glückseligkeit Fahrrad fahren zu lernen. Himmlisch.
   Nach der schlimmsten Lebenskrise, viel viel später dann, das Schmuckbüchlein „Glückliche Momente“ parallel zum umfangreichen Tagebuch angelegt – noch heute trage ich mit Füller besonders schöne Empfindungen ein (in den Neunzigern ganz viel notiert zu allen Jahreszeiten über SaBine & ihre Tiere, Szenen aus besonders wertvollen Tagen). Ich war angekommen in meinem neuen Leben.
   Seit Jahr und Tag meine Lebenshilfsmittel: Bücher, Platten und Filme. Glücksspender allesamt. Ganz bitter, wenn nichts mehr geht. Das darf nie mehr sein.
   Vor diesem neuen Leben mit SaBine lernte ich in einer Klinik: Wenn der „graue Schleier“ über meine Gedanken fällt, gleich drei Dinge spontan benennen, auf die ich mich den heutigen Tag noch freue. Wenn ich nicht in einer Depression stecke, dann sind zwei sofort klar: Essen & Glotze. Und einen habe ich dann noch gut. (Ja, SIE lacht und weiß).

   Was mir grundlegend geholfen hat, ist die Formel aller Selbsthilfegruppen; sie zu beteuern ist das eine, sie zu beherzigen, voll und ganz verinnerlichen wie eine Gehirnwäsche im guten Sinne, das andere – und das bedeutet nicht Empathielosigkeit, wenn man ganz nüchtern betrachtet, welche Aufgabe vor einem steht und wie sie bewältigt werden muß:

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
die Kraft, Dinge zu ändern, die ich ändern kann
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.



„Ich habe fertig“ – noch eine Mütze Schlaf als Nachschlag – das kann ich mir seit ein paar Jahren erlauben. Und wenn ich nachher offiziell aufstehe, die Kaffee- und Fütterungsrunde eröffne, weiß ich schon jetzt, daß es mir nächste Woche wieder fehlen wird. Aber ich komme ja wieder – wie alles letztlich irgendwie zurückkommt. Bis einmal alles vorbei sein wird – aber bis dahin sind noch viele Pläne und Listen abzuarbeiten.